Wir lieben, was wir tun - die lebendige Partnerschaft.

Herzliche Einladung zum Partnerschaftswochenende in Charnay-lès-Mâcon!

Am Wochenende vom 14. bis zum 16. Oktober 2022 findet nach langer Wartezeit endlich wieder ein Treffen mit unseren französischen Freunden in Frankreich statt. Die Partnerstadt Charnay-lès-Mâcon lädt zum Twinning-Festival ein. Am Wochenende sind unter anderem ein Wine-Tasting und der Besuch mittelalterlicher Dörfer in den Dombes geplant.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis Do., 22.09.2022, im Rathaus bei Celina Ponto, E-Mail: celina.ponto@brackenheim.de, Tel. 07135/105-118, für die Fahrt anmelden.


Erntekronen für die Freunde - Dramatalia, Erntedankfest und eine überwältigende Gastfreundschaft

Rund 1.000 Kilometer liegen zwischen Brackenheim und seiner Partnerstadt Zbrosławice. 1.000 Kilometer, die die kleine Delegation des Partnerschaftskomitees am letzten Wochenende gerne zurücklegt hat, um nach den Coronajahren endlich wieder die polnischen Freunde zu treffen und mit ihnen und den Delegationen aus Charnay-lès-Mâcon, Castagnole delle Lanze und Tarnalelesz das traditionelle Dramatalia- und Erntedankfest zu feiern.
Der Aufenthalt beginnt mit einem gemeinsamen Essen regionaler Köstlichkeiten bei „Kucharz Gastronom.“ Das Restaurant verfügt über genügend Platz, um in einer langen, fröhlichen Wiedersehensnacht einige Kalorien gleich bei Polonäse, Sirtaki oder Foxtrott abzutanzen. Dabei klappt die Verständigung auch ohne viele Worte.
Wie immer haben sich die Gastgeber ein umfangreiches Besuchsprogramm überlegt, und so steht am Samstagvormittag der Besuch der Kirche Mariä Himmelfahrt an. Pfarrer Marcin Wojtczaks Vortrag gilt der wundertätigen Marienfigur über dem Altar, die bis heute Pilger nach Zbrosławice lockt, die die Mutter Gottes um Hilfe bitten.
Nachmittags geht es per Bus nach Oppeln/Opole. Das Zentrum der deutschen Minderheit hat eine sehr bewegte, teils sehr leidvolle Geschichte hinter sich, worüber mehrsprachige Gedenktafeln Auskunft geben. Heute ist der Geburtsort von Miroslav Klose das Zentrum des polnischen Schlagers mit jährlichen Veranstaltungen und einem „Walk of Fame“ polnischer Stars.

Ab Samstagnachmittag strömt ganz Zbrosławice – auch die Gäste aus den Partnerstädten – zum Dramatalia-Fest. Die Kinder toben sich auf den Hüpfburgen aus, die Erwachsenen genießen Würstchen, Kuchen und knusprige „Placki“ – Kartoffelpuffer. Ein Höhepunkt am Sonntag ist der Erntedank-Gottesdienst mit der Segnung der Erntekrone – zum Fest gehört die Ausstellung der Erntekronen aller Teilgemeinden -, eines Brotes und einiger Obst- und Gemüsekörbe. Auch die Gäste aus den Partnerstädten nehmen teil und tragen Fürbitten in ihren Sprachen vor.
„Special guest“ auf der Festbühne am Nachmittag ist der junge Opernsänger aus der Nähe von Lwiw, Rostyslav Kushyna, der gleich mit seinem ersten Hit, dem Italo-Klassiker „Volare“ in der Version der Gipsy-Kings, Jung und Alt mitreißt. Sein Auftritt ist ein Dankeschön für die monatelange Aufnahme seiner Eltern im Ort – und er sammelt Spenden zur Unterstützung der ukrainischen Armee. Wie viele ukrainische Flüchtlinge derzeit noch im Ort leben, lässt sich kaum sagen, da fast alle privat untergekommen sind.
Weder auf dem Fest noch beim Gottesdienst darf der auch in Brackenheim bekannte Chor Miedarzanie fehlen. Ein weiterer besonderer Akt: Die Bürgermeister Wiesław Olszewski und Michal Zurbola unterzeichnen den Freundschaftsvertrag zwischen Zbrosławice und dem slowakischen, vormals ungarischen Leles. Eine Gelegenheit für die Vertreter der Partnerstädte, Grußworte an die vielen hundert Gäste zu richten.
Seit zwölf Jahren seien die Städte bereits freundschaftlich verbunden. Nachdem der Gemeinderat zugestimmt habe, sei die Freundschaft nun offiziell, sagt Katarzyna Sosada, stellvertretende Bürgermeisterin. Sprachliche Probleme habe man keine, und man hoffe auf gemeinsame Projekte, zum Beispiel über Erasmus.
Schließlich hat Wiesław Olszewski noch eine Überraschung für die Partnerstädte in petto: eine kleine Erntekrone.
Diese Treffen bieten eine gute Gelegenheit zum Austausch und zu weiteren Planungen. Man überlege, so Bürgermeister Olszewski, wie auch Castagnole, die Partnerschaftstreffen vom Dramatalia-Fest abzukoppeln, um mehr Zeit für die Gäste zu haben. Mariagrazia Rosso lädt nach Castagnole am ersten Dezemberwochenende ein, dem letzten im Partnerschaftskreislauf nach Charnay im Oktober.
Der Abschied nach einem gemeinsamen Frühstück am Montagmorgen dauert wie immer lange. „Schön, dass aus allen Ländern Freunde dabei waren und dass man wieder in den Familien untergebracht war“, sagt Martin Gerhäußer, einer der beiden Brackenheimer Vorsitzenden, „was einen ganz anderen Einblick in das Leben hier vermittelt.“ Ein Trost: Man sieht sich bald wieder!

 

 


Zeit des Wiedersehens, Zeit des Abschieds

Brackenheim holt Jubiläum mit drei Partnerstädten nach – Besuch der Gräber von Gerhard Weber und Dieter Buyer

Helga El-Kothany

„Niemand dachte, dass drei Jahre vergehen würden, bis man sich wieder sieht. Das gab es noch nie.“ Nicht nur Ilona Steinecke, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, hat sich diese durch die Pandemie verursachte Situation nicht vorstellen können. Aber nun sind rund 80 Gäste aus den vier Partnerstädten sowie eine kleine Delegation aus dem heute slowakischen und ehemals ungarischen Leles, nahe der ukrainischen Grenze, mit Bürgermeister Michal Zurbola angereist. Und bis auf ein halbes Dutzend sind alle auch diesmal wieder privat bei 32 gastgebenden Familien untergebracht.

Endlich können die bereits mehrmals verschobenen Jubiläen gefeiert werden: 25 Jahre Partnerschaft mit Castagnole delle Lanze, 15 Jahre mit Zbrosławice, 10 Jahre mit Tarnalelesz.

 

 

Nach einem entspannten Freitagabend in den Gastfamilien steht am Samstag zuerst die Eppinger Gartenschau auf dem Programm. Ein Highlight ist der Auftritt der polnischen Gruppe „Miedarzanie“ am Partnerschaftsstand, die mit ihren Liedern und Tänzen seit Jahren die Partnerschaftsfeste bereichert – in ihren farbenprächtigen Trachten eine Augenweide.

Mit der Europahymne eröffnet der Brackenheimer Musikverein, der den offiziellen Teil der Veranstaltung musikalisch umrahmt, den Festakt am Samstagabend im Bürgerzentrum. Für Thomas Csaszar ist es das erste große Fest als Bürgermeister. Er darf gleich drei Jubiläen auf einmal feiern und durch die Unterzeichnung von Urkunden die freundschaftlichen Verbindungen erneut besiegeln.

„Unsere Freundschaft ist kein niedergeschriebenes Dokument, keine Worthülse – nein, sie wird miteinander gelebt, erhalten und ausgebaut“, bekräftigt er in seinem Grußwort die besondere Situation der fünf „verschwisterten“ Kommunen. Und so steht der Abend ganz im Zeichen jahrzehntelanger persönlicher Freundschaften mit vielen unvergesslichen Momenten und Erlebnissen und eines friedlichen Miteinanders in einer großen europäischen Familie – ungeachtet spalterischer Tendenzen in zu vielen Ländern.

Der Bürgermeister erinnert daran, wie sich die deutsch-französische Partnerschaft nach und nach erweitert hat und an seine Antrittsbesuche in Charnay-lès-Mâcon und Zbrosławice. Letztere ist von Brackenheim und den anderen Kommunen unterstützt worden bei der Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge.

Wie durch verschiedene Aktionen die Partnerschaft auch in der Pandemie am Leben geblieben ist, führt Ilona Steinecke in ihrem Grußwort aus und erwähnt den Verlust, den das Komitee 2020 durch den Tod von Gerhard Weber und Dieter Buyer erfahren hat.

Kein Jubiläum ohne Torte! Nach den Grußworten der Bürgermeister Carlo Mancuso, Wiesław Olszewski, Béla Kovács und Claudine Gagneau als Stellvertreterin von Bürgermeisterin Christine Robin und der Unterzeichnung der Urkunden wird als letzter offizieller Akt an diesem Abend die dreistöckige Torte gemeinsam angeschnitten.

Mit einem Abendessen, einem weiteren Auftritt von Miedarzanie und Tanzmusik mit dem Duo Marcus & Bruno nimmt das Fest ein schwungvolles, sehr spätes Ende.

 

Andere Töne erklingen am Sonntagmorgen in der evangelischen Stadtkirche. Das Streicherensemble ehemaliger Schüler des Zabergäu-Gymnasiums und Gabriele Bender, Orgel, bereichern den ökumenischen Gottesdienst mit heiteren, verspielten Kirchensonaten von Mozart. Äußerst bewegend die Lieder von Miedarzanie. Beides auf ihre Weise Seelenmusik und passend zu Predigt und dem Nachruf von Martin Gerhäußer, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Komitees, auf Gerhard Weber und Dieter Buyer, von denen man aufgrund der Pandemie bisher noch keinen gebührenden Abschnitt genommen hat.

Beide haben viele enge Freundschaften in allen Partnerstädten gepflegt und sich bis kurz vor ihrem Tod für alle Belange eingesetzt. Sie haben das Komitee inspiriert, die Marschrichtung vorgegeben in der Überzeugung, „dass, wo Freundschaft herrscht, es keinen Platz für Feindschaft gibt.“

 

Nach einen Abstecher zum Blasenbergfest kann sich die gesamte Partnerschaftsfamilie endlich an den Gräbern von den geschätzten Freunden verabschieden.

 

 

Bei Kaffee und Kuchen im Botenheimer Heimatmuseum endet ein harmonisches, fröhliches Wochenende, das man so lange herbeigesehnt hat – und das in so einer Vertrautheit stattfand, als hätte man sich gerade erst gesehen.

Brackenheims Partnerstädte

Der starke 5er-Bund, die Konstellation, die es so nicht oft gibt, wie Ilona Steinecke in ihrem Grußwort betont, beginnt 1978 mit der Partnerschaft mit Charnay-lès-Mâcon. Ab dem 5.5.1996 ergänzt Castagnole delle Lanze das Bündnis.

Als die Firma Afriso im oberschlesischen Zbrosławice eine Zweigstelle eröffnet, macht der polnische Ort Güglingen ein Freundschaftsangebot, was abgelehnt wird. Brackenheim springt ein und ist bis heute glücklich über diesen Entschluss. Am 3.5.2001 wird der Freundschaftsvertrag beschlossen.

 

Als letzte Partnerstadt kommt Tarnalelesz am 21.8.2010 dazu und ist aus dem 5er-Bund nicht mehr wegzudenken.



Lelesz-Fest 2022 - Europäischer Zusammenhalt in schwierigen Zeiten

 Seit dem Angriffskrieg Russlands und dem damit verbundenen Einmarsch in die Ukraine, ist in Europa kaum mehr etwas, wie es vorher war. Es ist das bestimmende Thema. Flüchtlingsbewegung, Ölembargo, steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe mit einigen wenigen Lebensmittel sind unter anderem die direkten Auswirkungen, die wir Deutschen aktuell spüren. Doch wie sieht es in den Ländern aus, die geografisch näher an der Ukraine und Russland liegen?

Am vergangenen Wochenende reiste eine Delegation aus Brackenheim um Bürgermeister Thomas Csaszar nach Tarnalelesz, Ungarn. Beim Besuch der Partnerstadt wurde schnell klar, dass es neben der freundschaftlichen Verbundenheit der beiden Kommunen auch und vor allem um die Symbolik des europäischen Zusammenhalts geht. Sicherlich gibt es Unterschiede in der Politik der beiden Länder, eines ist jedoch ganz klar: Jegliche Kriegshandlung muss aufs Schärfste verurteilt werden.

Stadtoberhaupt Béla Kovács begrüßte die Delegation aus Brackenheim am Freitag, den 29. April, im Rathaus in Tarnalelesz. Neben Bürgermeister Thomas Csaszar reisten Martin Gerhäußer sowie Tünde Kobia als Vertreter des Partnerschaftskomitees Brackenheim e.V. und Jonathan Wein als städtischer Vertreter nach Ungarn. Für Bürgermeister Thomas Csaszar war es der zweite Aufenthalt in Tarnalelesz; der erste seit seinem Amtsantritt. Béla (in Ungarn spricht man sich beim Vornamen an) erzählte viel über die politische Situation der Ungarn in der aktuellen Krise. Als Binnenland und geografischer Nachbar der Ukraine sei die Situation angespannt. Man befinde sich in gewissen Abhängigkeiten gegenüber Russland. Vor allem im Energiebereich seien die Importe aus Russland alternativlos. Große Bemühungen, sich bei der Flüchtlingshilfe zu engagieren, bescheinigte Béla der ungarischen Regierung. Mehrere hunderttausend Geflüchtete seien bereits in Ungarn angekommen – einige nur auf der Durchreise. Dies sei für die Ungarn eine Selbstverständlichkeit, obwohl das Verhältnis der beiden Staaten historisch belastet sei. „Die geschichtliche Entwicklung hat sicherlich zu gewissen Belastungen geführt. Umso wichtiger ist es, dass sich die Menschen begegnen und zueinander finden, wir uns - als Europäer - solidarisch zeigen und friedvoll zusammenleben“, erklärte Bürgermeister Thomas Csaszar bei seinem Grußwort. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, Kontakte und Freundschaften zu pflegen, um für die Werte einer friedlichen Gemeinschaft einzustehen.“

 Symbolisch wurde die Freundschaft am zweiten Tag des insgesamt dreitägigen Aufenthalts gefeiert. Im Rahmen des „Retro-Festivals“ unterzeichneten die beiden Bürgermeister die Freundschaftsurkunde. Seit über zehn Jahren besteht die partnerschaftliche Verbindung, die mit dem Festakt erneuert und gestärkt wurde. Besonders erfreulich war, dass neben der deutschen auch eine slowakische Delegation nach Tarnalelesz reiste. Der stellvertretende Bürgermeister aus Leles (Slowakei) und Béla sprachen sich im Rahmen des Festakts ebenfalls erneut ihre Verbundenheit aus. „Es ist mir eine Ehre, dass wir nun auch ein freundschaftliches Verhältnis nach Leles pflegen“, betont Bürgermeister Thomas Csaszar. Noch auf der Bühne lud er die Delegation zum großen Partnerschaftswochenende Anfang Juli nach Brackenheim ein. Am Abend wurde die Unterzeichnung und die damit verbundene Freundschaft der Kommunen Tarnalelesz, Leles und Brackenheim ausgiebig gefeiert. Eines wurde dabei klar: Die Ungarn sind ein Tanz-Volk.


Feldbetten für Zbrosławice


Gemeinsame Aktion hilft polnischer Partnerstadt bei der Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge

 „Ich finde es super, dass wir uns kurzfristig und ohne Diskussion dazu entschlossen haben. Wenn wir helfen können, machen wir das gerne“, sagt Alexander Fischer, Jugendreferent des Evangelischen Jugendwerks (ejw).

Um Hilfe gebeten hat Piotr Jędrzejczyk aus Brackenheims polnischer Partnerstadt Zbrosławice, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Kontaktperson für das Partnerschaftskomitee. Benötigt werden 100 Feldbetten für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen.

Die Lage in Polen sei sehr dynamisch, Krisensitzungen im Rathaus von Zbrosławice an der Tagesordnung, informiert er Martin Gerhäußer, den stellvertretenden Vorsitzenden des Brackenheimer Komitees. Bereits registriert seien 100 Flüchtlinge, von denen die meisten eine private Unterkunft gefunden hätten. Die Dunkelziffer dürfte jedoch um einiges höher liegen.

Martin Gerhäußer, unterstützt von Bürgermeister Thomas Csaszar und Mitarbeitern des Rathauses, fragt bei vielen Organisationen nach und wird bald fündig. Das ejw stellt sofort seine 105 Feldbetten zur Verfügung, die im Freizeitheim in Zaberfeld lagern und dort sowohl für Kinder- und Jugendfreizeiten in den Sommerferien wie auch von externen Gruppen verwendet werden.

Angefragt sind die Betten im Gesamtwert von rund 20 000 EUR, einer für das ejw beträchtlichen Summe, für einen vorläufigen Zeitraum von zwei Monaten. Philipp Baumbusch, zweiter Vorsitzender des Bezirksarbeitskreises, ist allerdings skeptisch und glaubt beim Blick auf die derzeitige Situation nicht an eine so schnelle Rückgabe. „Die Jugendlichen sind aber bereit, während des Zeltlagers auch auf Luftmatratzen zu schlafen.“ Auch für ihn ist es selbstverständlich, Menschen in Not schnell und unkompliziert zu helfen.

„Am vergangenen Wochenende haben wir die Betten auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft und auf einen Anhänger geladen“, erzählt Alexander Fischer. Beim Güglinger Unternehmen Afriso, durch dessen polnische Zweigstelle eine erste Kontaktaufnahme zwischen Brackenheim und Zbrosławice vor über 20 Jahren zustande gekommen ist, werden drei Raummeter Feldbetten von Mitarbeitern professionell verpackt und auf Paletten geladen. Für den Transport bietet sich ein Subunternehmer aus Tarnowskie Góry an, einer Stadt in unmittelbarer Nähe von Zbrosławice. Er ist mit seinem LKW gerade geschäftlich in der Region unterwegs und von der Aktion so begeistert, dass er den Transport zum Selbstkostenpreis übernimmt.

Polen, wo ohnehin schon viele Menschen aus der Ukraine leben, steht mit mehr als einer Million Flüchtlingen vor einer großen Herausforderung – trotz der immensen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Auch Zbrosławice, ein kleiner Ort mit knapp 2500 Einwohnern, sieht sich vor enorme Aufgaben gestellt.

Umso dankbarer sind Piotr Jędrzejczyk und die Gemeindeverwaltung daher für die Betten, von denen die Hälfte in einem Kindergarten aufgestellt wird. Die Unterbringung in weiteren Gebäuden muss noch geklärt werden.

Die Betten sind angekommen und aufgestellt! 

Herzlichen Dank aus Zbrosławice!


Ersehntes Wiedersehen in Charnay – Weinbruderschaft präsentiert Brackenheimer Weine im Salon des Vins 2022

 

Es ist nur eine kleine Delegation, die sich am vergangenen Freitag auf den Weg in die französische Partnerstadt Brackenheims, Charnay-lès-Mâcon, macht: eine Handvoll Mitglieder des Partnerschaftskomitees, darunter Bürgermeister Thomas Csaszar und die stellvertretende Vorsitzende Ilona Steinecke, sowie Hartmut Reiner, Ordensmeister der Weinbruderschaft Sankt Vincenz, mit vier Begleitern.

Marthe Terrenoire, Vorsitzende des französischen Komitees, und Bürgermeisterin Christine Robin haben die jährlich im März stattfindende Weinmesse, den Salon des Vins, zum Anlass für das erste offizielle Treffen seit Beginn der Pandemie genommen, um endlich ein Wiedersehen mit den Freunden aus Brackenheim sowie einer ebenfalls kleinen Delegation aus der italienischen Partnerstadt Castagnole delle Lanze zu feiern.

Für alle Gäste ist es die erste Begegnung mit Christine Robin, die wie Thomas Csaszar seit 2020 im Amt ist. Für den Brackenheimer Bürgermeister ist es zudem der erste Besuch überhaupt in der Partnerstadt, der nach Ankunft ganz leger „en famille“ beginnt – beim Abendessen bei Marthe Terrenoire.

Wie üblich sind nahezu alle Gäste aus den Partnerstädten privat bei Mitgliedern des Komitees untergebracht. Eine Tradition, auf die man großen Wert legt und die mit zu den engen, freundschaftlichen Beziehungen beiträgt.

Am Samstagvormittag kommen nicht nur die beiden Delegationen zum Rathaus, wo sie zum Empfang geladen sind. Auch viele Bewohner finden sich dort ein, um kartonweise Hilfsgüter für die Ukraine abzuliefern, die in einer gemeinsamen Aktion der Feuerwehren des Departements und der Präfektur nach Rumänien gebracht werden.

In diesen turbulenten Zeiten, in denen Krieg herrscht in Europa, in denen ein vergangen geglaubter, unheiliger Nationalismus in manchen Köpfen wiederaufersteht, ist das Treffen in Charnay ein wichtiges Zeichen für die Verbundenheit und die Freundschaft zwischen den drei Kommunen und ein Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa.

„Die dramatischen Ereignisse, die sich heute abspielen, zeigen uns, wenn es überhaupt nötig war, dass wir den Frieden niemals als selbstverständlich ansehen dürfen. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, jeden Tag und auf allen Ebenen.“ Eine klare Ansage von Christine Robin, die Thomas Csaszar und Elisabetta Stella in Vertretung des Bürgermeisters von Castagnole, Carlo Mancuso, in ihren Grußworten teilen – und die dank der beiden Übersetzer Blandine Marchandiau, italienisch, und Niall Bond, deutsch, alle Gäste verstehen.

Sollte es überhaupt vor der ersten Begegnung ein Eis zu brechen gegeben haben, so ist es in der lockeren, herzlichen Atmosphäre in den ersten Minuten geschmolzen. Thomas Csaszar bemerkt augenzwinkernd: „Wir hoffen, dass wir die Verbindung auch in den nächsten 44 Jahren aufrechterhalten können.“ Sowohl er wie auch Elisabetta Stelle bekräftigen außerdem die gemeinsamen Anstrengungen hinsichtlich der Ukraine.

 

Nach dem traditionellen „verre de l’amitié“, dem freundschaftlichen Umtrunk, lernt man sich bei vertiefenden Gesprächen während eines gemeinsamen Mittagessens noch näher kennen.

Im Salon des Vins mit Anbietern aus ganz Frankreich teilen sich die Winzer aus Brackenheim und Castagnole einen Stand. Roland Wolf, Major Domus der Weinbruderschaft, lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Brackenheim und ist begeistert von der Messe in Charnay. Auch Andreas Baumgart ist davon angetan. Vor allem, „wenn man sieht, wie man Franzosen überzeugen kann, dass auch deutscher Wein gut ist.“

Eine Führung am Sonntag durch den alten Kern von Charnay rund um die romanische Kirche Sainte Madeleine gibt vor allem Thomas Csaszar die Möglichkeit, noch etwas mehr über den Ort zu erfahren.

 

Das Mittagessen auf der Weinmesse beendet den offiziellen Teil des Besuchs, den der Bürgermeister am Ende kurz und prägnant zusammenfasst: „Er war gewinnbringend.“






Das Partnerschaftskomitee Brackenheim e.V. pflegt seit seiner Gründung im Jahr 1983 die freundschaftlichen Beziehungen zu den Partnergemeinden der Stadt Brackenheim. Ziel und Zweck des Vereins ist es, die partnerschaftlichen Begegnungen mit Einwohnern und Organisationen dieser Gemeinden zu fördern und zu vertiefen, sowie die Freundschaft mit anderen ausländischen Gemeinden und Vereinigungen sowie den Schüleraustausch zu unterstützen. 

 

Mit seinen Partnerstädten in Frankreich, Italien, Polen und Ungarn steht Brackenheim in lebendigem Austausch. Es sind in erster Linie die vielen Verbindungen und herzlichen Freundschaften zwischen Vereinen, Familien und Bürgern, die unseren Partnerschaften Leben verleihen.

Die fünf Partnerstädte sind auch untereinander verschwistert. Und weil jede Stadt mindestens einmal im Jahr alle übrigen zu Festen oder sonstigen Gelegenheiten einlädt, gibt es im Laufe des Jahres eine Fülle von Begegnungsmöglichkeiten in der großen Partnerschaftsfamilie.

Zur Teilnahme an Begegnungen und an Reisen in die Partnerstädte sind grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen. 

Für Besucher aus den Partnerstädten benötigen wir häufig Gastfamilien, weil es Prinzip ist, unsere Gäste möglichst privat unterzubringen. Viele gute Kontakte und herzliche Freundschaften sind auf diese Weise schon entstanden. Wir sind immer dankbar, wenn sich Gastgeber bei uns melden.

 

Bitte helfen Sie uns bei der Unterbringung und melden Sie sich bei der Stadtverwaltung bei Christine Mayer (Tel. 07135/105-118 / Mail: christine.mayer@brackenheim.de) oder beim Partnerschaftskomitee: dieterbuyer@web.de / Tel.07135-2682. Dies gilt natürlich auch, wenn Sie Mitglied werden möchten oder weitere Auskünfte wünschen.

 


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