Weinbergtour auf den Hügeln des Zabergäus

Leben wie Gott in Frankreich? Das sonnendurchflutete Zabergäu machte am letzten Samstag dem großen Nachbarn Konkurrenz, als rund 40 gut gelaunte Mitglieder und Freunde der Partnerschaftskomitees Brackenheim und Charnay-lès-Mâcon sowie deren Vorsitzenden Dieter Buyer und Marthe Terrenoire an der WG Brackenheim zur traditionellen deutsch-französischen Herbstwanderung aufbrachen. 

Goldener hätte dieser Oktobertag wirklich nicht sein können, und die „randonnée amicale“ eröffnete immer wieder grandiose Aussichten, sei es auf die Burg Neipperg, das Schloss Stockheim, den Michaelsberg oder einfach auf das wunderschön verfärbte Herbstlaub.

Bei der ersten Pause am Weinausschank im Zweifelsberg erwarteten die Wanderer Brezeln und ein Gläschen Sekt – zur Belebung! Denn der Weg führte die fröhliche Gruppe noch über Haberschlacht zum Stockheimer Backhäusle – „four banal“ - , wo bereits Christa Brückners Salatbuffet sowie köstliche Zwiebel- und Kartoffelkuchen der Stockheimer Landfrauen die hungrigen Wanderer erwarteten – und dazu gab es natürlich viele Krüge mit neuem Wein.

Für einige Teilnehmer endete hier die lange Wanderung. Gern nahmen sie den Chauffeur-Dienst in Anspruch, der sie zum Ausgangspunkt zurückbrachte. Der Großteil bevorzugte jedoch den angenehmen Weg durch den Stockheimer Wald und über die Felder zurück zur WG, von wo aus es gleich per Auto weiterging zum Heimatmuseum Botenheim. Für Franzosen eher ungewohnt gab es im „Hinterhof“ des Museum zu vorgerückter Stunde Kaffee und Hefezopf.

Ausklang des herrlichen Tages, der die französischen Gäste sicher für die stundenlangen Staus auf der deutschen Autobahn entschädigte, war ein gemeinsames Abendessen im Botenheimer „Grünen Baum“.

Der nicht minder sonnige Sonntag begann mit einem von Karl Seither geführten Stadtrundgang, der in einen Bummel durch den Naturparkmarkt überging.

Das gemeinsame Mittagessen in Winklers „Uff’m Scheuraboda“ brachte die geplanten Abfahrtszeiten der Gäste durcheinander – aber auch das hat Tradition, hier wie dort. Es fällt einfach schwer, Abschied zu nehmen, wenn man so gemütlich zusammensitzt.

Soll eine Veranstaltung zum Erfolg werden, sind viele helfende Hände notwendig, denen an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei! Au revoir – und bis zum nächsten Treffen vielleicht schon im Januar!